http://anfangsmelancholie.blogspot.de/
Bitte kommt mit mir, ich brauche euch.
Nikuci ist Bengalisch für „Ruine“. Ich war ein Tempel, doch jetzt bin ich heruntergekommen und nur noch die Geister der Erinnerung wohnen in mir.
Mittwoch, 9. Oktober 2013
Sonntag, 6. Oktober 2013
Morgen
Ich falle auseinander.
Was ist noch wahr?
Mal wieder wird das hier gelöscht.
Vielleicht werden die Kornblumen wieder leben.
Macht´s gut.
Was ist noch wahr?
Mal wieder wird das hier gelöscht.
Vielleicht werden die Kornblumen wieder leben.
Macht´s gut.
Donnerstag, 3. Oktober 2013
Der Herbst, so schön.
Die Weinberge färben ihre Kleider rot,
den sie haben zu feiern.
Haben Kinder hervorgebracht, die bald geerntet werden können.
Die Sonne scheint, lässt alles leuchten,
doch der Wind ist kalt und lässt mich zittern.
Die Luft fühlt sich so schön an auf der Haut.
Gelbe Blumen am Fluss, wie ein Abschiedsgeschenk des Sommers.
Leise Musik. Wie sie jetzt wohl alle in ihren Häusern sitzen, mit der ganzen Familie
und frühstücken.
Wie jetzt wohl der Kaffee dampft und seinen Duft verteilt.
Wie die Brötchen krachen, wenn man sie aufschneidet und hineinbeißt.
Wie sie wohl lachen, über alte Geschichten.
Wie sie lachen und sich alle doch woanders hin wünschen.
Wie sie sich an den Händen fassen, um zu beten.
Der Hund unter dem Tisch, der versucht etwas essbares ab zu bekommen.
Draußen der schweigende Herbst.
Rüttelt an den Stämmen der Bäume, damit sie ihre Blätter dem Wind schenken.
Reißt an meinem Haar, um es dem Wind zu schenken.
Die Weinberge färben ihre Kleider rot,
den sie haben zu feiern.
Haben Kinder hervorgebracht, die bald geerntet werden können.
Die Sonne scheint, lässt alles leuchten,
doch der Wind ist kalt und lässt mich zittern.
Die Luft fühlt sich so schön an auf der Haut.
Gelbe Blumen am Fluss, wie ein Abschiedsgeschenk des Sommers.
Leise Musik. Wie sie jetzt wohl alle in ihren Häusern sitzen, mit der ganzen Familie
und frühstücken.
Wie jetzt wohl der Kaffee dampft und seinen Duft verteilt.
Wie die Brötchen krachen, wenn man sie aufschneidet und hineinbeißt.
Wie sie wohl lachen, über alte Geschichten.
Wie sie lachen und sich alle doch woanders hin wünschen.
Wie sie sich an den Händen fassen, um zu beten.
Der Hund unter dem Tisch, der versucht etwas essbares ab zu bekommen.
Draußen der schweigende Herbst.
Rüttelt an den Stämmen der Bäume, damit sie ihre Blätter dem Wind schenken.
Reißt an meinem Haar, um es dem Wind zu schenken.
Montag, 30. September 2013
Ein Schritt nach vorn, zwei zurück.
In gewisser Weise war es vielleicht der schlimmste Albtraum,
den ich je hatte.
Denn er wurde war.
den ich je hatte.
Denn er wurde war.
Donnerstag, 26. September 2013
Regen klebt an meinem Fenster
Ich habe beschlossen meine Biografie zu schreiben-
nicht weil ich denke, dass ich etwas Besonderes bin.
Nein, weil ich nicht vergessen werden will, falls ich eines Tages plötzlich auf unergründliche Weise umkommen sollte.
nicht weil ich denke, dass ich etwas Besonderes bin.
Nein, weil ich nicht vergessen werden will, falls ich eines Tages plötzlich auf unergründliche Weise umkommen sollte.
Montag, 23. September 2013
Der Winter ist bereit zum Sprung
Es ist so kalt geworden, so plötzlich.
Ich bin kalt geworden.
Der Winter kommt und obwohl ich ihn liebe, lässt er mich
meinen Körper, meine Gedanken,
meine Fehler, meine ganze Existenz
wieder so sehr hassen.
Elli fragte mich, ob ich mich immer noch “ritze“.
Wie ich dieses Wort hasse.
Es klingt so... brutal.
Als würde man einfach das erst beste greifen und sich damit die Haut aufreißen, wie ein hungriges wildes Tier.
Wenn ich mich schneide, tue ich es bedächtig.
Damit ich keine Sekunde des Schmerzes verpasse.
Ich sagte ihr, dass ich mich nicht mehr schneide.
Und das war eine Lüge.
Mal wieder.
Und jede Lüge macht den Selbsthass größer.
Hab schon wieder nichts gegessen.
Ich finde mich lächerlich.
Sonntag, 22. September 2013
Neues
Ich halte es nicht so lange aus, wenn alles gleich bleibt.
Ich würde mich also freuen, wenn ihr einen Blick hierauf (klick) werft.
Etwas neues von mir.
Ich würde mich also freuen, wenn ihr einen Blick hierauf (klick) werft.
Etwas neues von mir.
Samstag, 21. September 2013
Ich erschieß mich, mit dem Kamerablitz
Bitte verzeiht mir diese Egobilder.
wanted to be one of those girls
who look good with bloodred shoes
and bloodred lips
wanted to be pale and black-haired
wanted to be snowwhite.
what am I know?
Der Morgen danach
Gestern Abend waren wir noch Helden,
die Königinnen der Welt.
lagen da, am Steinstrand.
Mit Bier und Vodka.
Mit Zigaretten und Liedern.
Warteten auf den Sonnenuntergang hinter der Festung.
Doch waren am Ende nur fasziniert von den Lichtern der fernen Stadt, am anderen Ufer.
Und den rosa Wolken.
Wenn die Nacht dann einsetzte,
wanderte man durch die Lichterstadt,
über Brücken, durch die Kälte.
Und wenn wir dann das Haus betreten,
sind wir ganz klein.
In dem riesigen T-Shirt auf dem Bett sitzen und sich dreckig fühlen.
Wenn die Wirkung des Alkohols verklungen ist.
Das fliegende Klassenzimmer auf Kassette zum Einschlafen
weil die Gedanken zu laut sind.
In meinem Kopf schlägt mein Puls.
Und am Morgen danach will man nicht mehr erwachsen werden.
Man will sich zusammenrollen und klein sein und nicht rebellieren müssen
um zufrieden zu sein.
Wir wollen nicht das sein, wovor man uns früher warnte.
Aber wir können nicht anders.
Am Morgen danach,
an solchen unglaublich hellen Morgenden,
wird einem das klar.
die Königinnen der Welt.
lagen da, am Steinstrand.
Mit Bier und Vodka.
Mit Zigaretten und Liedern.
Warteten auf den Sonnenuntergang hinter der Festung.
Doch waren am Ende nur fasziniert von den Lichtern der fernen Stadt, am anderen Ufer.
Und den rosa Wolken.
Wenn die Nacht dann einsetzte,
wanderte man durch die Lichterstadt,
über Brücken, durch die Kälte.
Und wenn wir dann das Haus betreten,
sind wir ganz klein.
In dem riesigen T-Shirt auf dem Bett sitzen und sich dreckig fühlen.
Wenn die Wirkung des Alkohols verklungen ist.
Das fliegende Klassenzimmer auf Kassette zum Einschlafen
weil die Gedanken zu laut sind.
In meinem Kopf schlägt mein Puls.
Und am Morgen danach will man nicht mehr erwachsen werden.
Man will sich zusammenrollen und klein sein und nicht rebellieren müssen
um zufrieden zu sein.
Wir wollen nicht das sein, wovor man uns früher warnte.
Aber wir können nicht anders.
Am Morgen danach,
an solchen unglaublich hellen Morgenden,
wird einem das klar.
Mittwoch, 18. September 2013
Stillemoment
Papas Parka mit den Ölflecken trag ich jetzt jeden Tag.
Dazu die Docs und und dann geh ich den Weinberg hoch. In der Hand die gedrehte Kippe.
Der Hund an meiner Seite.
Sitze da, in der Ferne das Licht der Straßenlaternen. Doch um mich ist Dunkelheit.
Still, bis auf das Zirpen der letzten Grillen.
Zug nach Zug. Bis ich beobachte, wie der Filter verbrennt.
Es verbrennt meine Fingerspitzen, doch spüre ich nichts.
Stille. Ein leiser Wind. Ich bin Stille.
Dazu die Docs und und dann geh ich den Weinberg hoch. In der Hand die gedrehte Kippe.
Der Hund an meiner Seite.
Sitze da, in der Ferne das Licht der Straßenlaternen. Doch um mich ist Dunkelheit.
Still, bis auf das Zirpen der letzten Grillen.
Zug nach Zug. Bis ich beobachte, wie der Filter verbrennt.
Es verbrennt meine Fingerspitzen, doch spüre ich nichts.
Stille. Ein leiser Wind. Ich bin Stille.
Wir sind Kinder der Nacht/ von andern Kindern immer ausgelacht /
wir tragen Kippen wie Fackeln / wenn andere nichts sehn /
wir liegend lachend und mit Tränen in den Augen im Schnee/
wir müssen weiter ziehen / wir Kinder der Nacht /
und ziehen meint hier: zum bekämpfen von Schmacht /
nach rauchiger Lunge und schmerzvollem Tod/
wir wollen nach den Sternen greifen/ nur fehlt uns der Mut/
wir überspannen Bögen / und ist der Bogen überspannt /
und die Sehne reißt / weißt nur du was das heißt
------
Sound des Tages:
Montag, 16. September 2013
I Am A Ghost
Komm doch bitte her.
In meinem Bettchen ist noch Platz.
Wärmst du mich?
Hältst du mich fest, wenn ich träume, dass alles auseinander bricht?
Sonntag, 15. September 2013
Zeiten
„Einen Hagebuttentee bitte, und einen Kaffee.“ Zwei Süßstofftabletten sinken in der roten Flüssigkeit nach unten, schäumend, ihre angenehme, kalorienarme Süße verbreitend. Ich umklammere den Pappbecher mit dem dampfenden Tee noch mit meinen frierenden Fingern, Papa trinkt den Kaffee schon in großen Schlucken. Die Frau, die mit ihrem kleinen Wagen, an dem sie Eis, Kaffee, Kakao, Kuchen und Schokoriegel verkauft seit ich denken kann an der selben Stelle im Tierpark steht, lächelt mich an, während ich den ersten Schluck nehme. Der Tee schmeckt nach Klassenfahrt. Nach raufenden Jungs, die den Mädchen den Nachtisch klauen. Nach Nachtwanderung, Schlammschlachten, Versteckfangen. Nach heimlich-in-das-Jungenzimmer-schleichen, Kissenschlachten, das erste Mal verlieben. Tränen, Geheimnissen, Verschwörungen. Der Wind duftet nach Wald. Der riesige army-grüne Parka, den ich trage, nach Papa.
„Das ist wie früher. Es wird sich nie ändern. Ist das gut oder schlecht?“, sagt Papa.
Mein Papa ist neben seinen unzähligen anderen Fähigkeiten auch ein hervorragender Philosoph.
„Erzähl mir von früher.“ Ich schließe die Augen und gehe einfach los, Papa neben mir her. Ich renne niemanden um. Papa erzählt von dem Huhn, das auf der frisch geteerten Straße festklebte.
Von den Esskastanien und seinem Bett in diesem merkwürdigen verwucherten Kletterbaum.
Er erzählt von den Ruderbooten auf dem Weyer. Von dem Mofa, das er mit einem Freund geangelt hat. Davon, dass er jeden Tag in diesem Wald war. Dass er früher dachte, dass er nie älter als dreißig werden kann, weil ihm die Zeit so unwahrscheinlich lang vorkam. Dass er dachte, es würde niemals ein Tag kommen, den er nicht im Wald verbringt.
Immer wenn Papa erzählt weiß ich, dass mein Leben nur ein billiger Abklatsch von seinem sein wird.
Sein Leben ist filmreif. Seine Kindheit war es, seine Jugend war es und jetzt ist er es immer noch. Ich bin nur die billige Nachverfilmung. Bei unseren Parties geht es nicht mehr um das „Beisammensein“. Es geht ums Saufen. Wir tanzen nicht mehr, weil es peinlich ist. Jungen sind schüchterner als Mädchen. Wir stehen nicht mehr hinter unseren Freunden, wenn es darauf ankommt. Wir würden nicht, nur mit einer Toga bekleidet und high und besoffen einen Freund mit blutenden Genitalien ins Krankenhaus bringen. Wir würden ihn verbluten lassen. Wir würden nicht streiken, weil unsere Freunde von Lehrern schlecht behandelt werden. Wir würden nicht vor der Polizei davon laufen, sondern alles auf die anderen schieben. Papa, es bleibt nicht wie es war. Und das ist schlecht. Das ist nicht meine Zeit.
„Das ist wie früher. Es wird sich nie ändern. Ist das gut oder schlecht?“, sagt Papa.
Mein Papa ist neben seinen unzähligen anderen Fähigkeiten auch ein hervorragender Philosoph.
„Erzähl mir von früher.“ Ich schließe die Augen und gehe einfach los, Papa neben mir her. Ich renne niemanden um. Papa erzählt von dem Huhn, das auf der frisch geteerten Straße festklebte.
Von den Esskastanien und seinem Bett in diesem merkwürdigen verwucherten Kletterbaum.
Er erzählt von den Ruderbooten auf dem Weyer. Von dem Mofa, das er mit einem Freund geangelt hat. Davon, dass er jeden Tag in diesem Wald war. Dass er früher dachte, dass er nie älter als dreißig werden kann, weil ihm die Zeit so unwahrscheinlich lang vorkam. Dass er dachte, es würde niemals ein Tag kommen, den er nicht im Wald verbringt.
Immer wenn Papa erzählt weiß ich, dass mein Leben nur ein billiger Abklatsch von seinem sein wird.
Sein Leben ist filmreif. Seine Kindheit war es, seine Jugend war es und jetzt ist er es immer noch. Ich bin nur die billige Nachverfilmung. Bei unseren Parties geht es nicht mehr um das „Beisammensein“. Es geht ums Saufen. Wir tanzen nicht mehr, weil es peinlich ist. Jungen sind schüchterner als Mädchen. Wir stehen nicht mehr hinter unseren Freunden, wenn es darauf ankommt. Wir würden nicht, nur mit einer Toga bekleidet und high und besoffen einen Freund mit blutenden Genitalien ins Krankenhaus bringen. Wir würden ihn verbluten lassen. Wir würden nicht streiken, weil unsere Freunde von Lehrern schlecht behandelt werden. Wir würden nicht vor der Polizei davon laufen, sondern alles auf die anderen schieben. Papa, es bleibt nicht wie es war. Und das ist schlecht. Das ist nicht meine Zeit.
Freitag, 13. September 2013
Dienstag, 10. September 2013
s-t-o-p
Ich ertrage meine menschliche Hülle nicht länger, ich hasse mein Spiegelbild. Warum ist man immer sich selbst am nächsten? Warum kann ich mich nicht einfach stehe lassen und rennen, so schnell ich kann, bis der Atem in meiner verrauchten Lunge brennt? Warum kann ich nicht meinen schwachen, vernarbten, kaputten, hässlichen, fetten Körper da stehen lassen und wegrennen, in einen anderen, in ein anderes Leben? Wieso? Was ist der Sinn von all dem?
Wo bin ich hier? Was mache ich hier? Wer holt mich hier raus? Mein Leuchtturm?
Es wär so schön, wärst du jetzt hier.
Wenn Kippen und Kaffee wieder Frühstück werden.
Und Mittagessen.
Dazu Unmengen an Wasser,
und Luft.
Warum passiert das mit mir?
Montag, 9. September 2013
pour toi, léger
N. , das ist für dich.
Du bist ein Licht.
Umgeben von Dunkelheit.
Aber es vermag nicht, dich zu löschen.
Du leuchtest hell,
bis hier her, in mein dunkles Zimmer.
Durch den Räucherstäbchenqualm.
Durch das taube Gefühl.
Durch mich.
Du bist ein bisschen wie ein Leuchtturm.
Wenn ich das Gefühl habe, auf dem Ozean verloren zu gehen,
zündest du ein Licht für mich an,
damit ich nach hause finde.
Ich will dir danken.
Dass du meine Wunden mit deinen Worten versorgst,
wenn ich das brauche.
Ich danke dir viel zu selten dafür.
Ich zeige dir viel zu selten, wie viel mir das bedeutet.
Wie viel du mir bedeutest.
Habe dich nie gesehen.
Aber du bist immer da.
Du gehörst zu den schönsten Menschen,
die ich kenne.
Du hast einen riesigen Platz in meinem Herzen.
Du warst von Anfang an bei mir.
Kennst alle meine Namen,
alle meine Gesichter.
Und trotzdem bist du im richtigen Moment immer da.
Ich liebe dich, habe ich dir das schon einmal gesagt?
Danke, dass es dich gibt.
Hier ein Lied für dich:
http://www.youtube.com/watch?v=_nW5AF0m9Zw
Du bist ein Licht.
Umgeben von Dunkelheit.
Aber es vermag nicht, dich zu löschen.
Du leuchtest hell,
bis hier her, in mein dunkles Zimmer.
Durch den Räucherstäbchenqualm.
Durch das taube Gefühl.
Durch mich.
Du bist ein bisschen wie ein Leuchtturm.
Wenn ich das Gefühl habe, auf dem Ozean verloren zu gehen,
zündest du ein Licht für mich an,
damit ich nach hause finde.
Ich will dir danken.
Dass du meine Wunden mit deinen Worten versorgst,
wenn ich das brauche.
Ich danke dir viel zu selten dafür.
Ich zeige dir viel zu selten, wie viel mir das bedeutet.
Wie viel du mir bedeutest.
Habe dich nie gesehen.
Aber du bist immer da.
Du gehörst zu den schönsten Menschen,
die ich kenne.
Du hast einen riesigen Platz in meinem Herzen.
Du warst von Anfang an bei mir.
Kennst alle meine Namen,
alle meine Gesichter.
Und trotzdem bist du im richtigen Moment immer da.
Ich liebe dich, habe ich dir das schon einmal gesagt?
Danke, dass es dich gibt.
Hier ein Lied für dich:
http://www.youtube.com/watch?v=_nW5AF0m9Zw
Schmetterlinge sterben
Den Schultag wie in Trance.
Das Knurren meines Magens.
Wenn die Stille zu laut wird,
hilft mir nicht einmal mehr Musik.
Die Stille in mir drin,
die besieg ich nicht.
Ich will Magnolia zurück.
Ich will sie sein.
Für immer.
So ein schön gesponnenes Tuch aus Lügen.
Ich hasse mich-
vermisse mich nicht.
Bin verloren zwischen Hunger und mir.
Freitag, 6. September 2013
Bin mir nicht willkommen
Nicht mehr.
Mein Leben ist eine Achterbahnfahrt.
Aus dem tiefsten Loch geht es langsam bergauf.
Und dann ganz plötzlich wieder runter.
Mir wird schlecht von Achterbahnfahren.
Aber ich bin süchtig nach dem Adrenalin.
Ich bin gefangen in diesem Dilemma.
Ich bin wieder ganz unten.
Ich schäme mich für mich.
Für das, was ich tue.
Für alles.
Für mich.
Donnerstag, 5. September 2013
Between frustration and cigarettehappiness
Hab widerlicherweise eine ganze Packung Schokoeis gegessen.
Und eine Packung Fake-Oreos.
Und Chili.
Und Brot.
Jetzt ist mir schlecht.
Ich geh jetzt sterben.
An Kopfschmerzen.
Und Übelkeit.
Bis dann.
Oder:
bis zu meiner Auferstehung.
Dienstag, 3. September 2013
Coeur
Steinschwere Schritte zwischen hier und heute, morgen und gestern.
Faustballende Ängste in meiner Brust.
Die Kunst nähe ich als meine Kinder mit triefenden schwarzen Gedanken,
dornigen Rosenranken, mit schwarzen Blüten und blutroten Trieben.
Ich muss meinen Arm weinen lassen.
Bin zu schwach für diesen Schlag der Vergangenheit.
Ihr schlitztet mein Her auf um es mit Dreck und eiskaltem Schnee zu füllen.
Wer rettet mich?
Ihr habt es wieder zugenäht, doch wer öffnet die Naht um mein Herz vor der Unterkühlung zu retten?
Wer hilft mir, wenn ich zu ersticke drohe?
Papa sagte, ich soll nicht der Stein sein, sondern das Wasser, dass ihn umspielt.
Aber ich bin immer das fucking Wasser.
Ich gebe immer nach.
Montag, 2. September 2013
Alles tippitopp und das fickt mein Kopf
„Hast du schonmal jemanden geküsst, in den du verliebt warst?“
London sieht mich gespannt an.
Ich nicke. Es ist mir etwas peinlich.
Kann man 3 Stunden verliebt sein und dann wieder damit aufhören?
„Fühlt es sich anders an? Besser?“
Ich nicke wieder.
„Vermisst du ihn?“
Nein. Nein. Ich vermisse nicht ihn, sondern das Gefühl.
Ich vermisse das Gefühl geliebt zu werden und mich hinzugeben.
Nennt mich verrückt. Aber ich glaube ich war in S. nicht verliebt. Nicht richtig.
Aber Miles... den liebe ich seit drei Jahren. Seit ich ihn kenne.
Er hat Lee geküsst. Schon wieder.
Mich will er nicht.
Das ist hoffnungslos.
Es sind ja nur 10 Monate. Die kann er auch auf sie warten.
Okay. Bye.
Sound des Tages:
Sonntag, 1. September 2013
(Be-)Stehen
Gestern Green mit London, Amy und Marny.
Ein Becks nach dem andern.
Nächstes Wochenende wieder mit Amy, Liz, London und Elli unterwegs.
Im Dezember Alligatoah.
Irgendwie krieg ich die 10 Monate schon rum.
Sound des Tages:
Donnerstag, 29. August 2013
Allein
Damit ich mich nicht so allein fühle, werde ich hier den Plan für die Zukunft dokumentieren:
Lee und ich machen Abi und gehen dann nach Berlin, wo wir eine medizinische Ausbildung machen.
Wir ziehen in eine WG mit zwei unglaublich tollen Kerlen, die unsere besten Freunde sind.
Unsere Wohnung wird eine wunderschöne Altbauwohnung in Berlin Kreuzberg sein und sie wird große Flügeltüren haben und hohe Decken und knarzende Dielen.
Es wird eine winzige schmockige Küche mit Schachbrettfliesen geben, die wir aber kaum benutzen, weil wir alle vier zu faul sind und immer Essen bestellen.
Das Bad wird ebenfalls winzig sein.
Mit einer gequetschten Badewanne, ohne Dusche. Auch da Schachbrettfliesen.
Im Wohnzimmer sind Bücherregale, vollgestopft mit tausenden von Büchern.
Ein Schallplattenspieler und ein alter Fernseher, den man ab und zu schlagen muss, weil er einen Wackelkontakt hat.
Wir werden eine WG-Lieblingsserie haben, von der wir immer wieder nächtelang ganze Staffeln gucken. Wir werden zwei Schlafzimmer haben. Das eine Teilen sich die Jungs, das andere wir.
Und ab und zu tauschen Lee oder ich mit einem unserer unglaublich tollen Mitbewohner... nun ja.
Wir werden einen winzigen 2 qm^2 Balkon haben mit klapprigen Stühlen, Bierkisten und überquellenden Aschenbechern.
Wir werden ein abgewetztes Ledersofa haben.
Und zwei Katzen. Einen schwarzen Kater und ein weißes Kätzchen.
Wenn Lee und ich die Ausbildung beendet haben, macht sie einen Lehrgang zur Piercerin und ich zur Tätowiererin.
Dann bauen wir den Skaterladen der Jungs aus, der direkt unter unserer Wohnung ist eröffnen unser eigenes Studio.
Es wir unglaublich gemütlich und überall werden Sachen von Lee´s und meiner Weltreise rumstehen/liegen/hängen.
Es wird gemütliche Sessel und Sofas geben und es wird entspannte Musik laufen und zum Geburtstag schenken wir uns gegenseitig Tattoos und Piercings.
Ungefähr einmal im Monat gehen wir einkaufen und kaufen dann nur Sachen auf die wir in dem Moment unglaublichen Schmacht haben, weil wir ewig das selbe Fastfood gegessen haben.
Toast, Nutella, Eis.
Unser Kühlschrank ist nie wirklich gefüllt. Das einzige, was immer da ist, sind Bier- und Coladosen in Massen.
Wenn unsere Eltern zu besuch kommen, können wir ihnen nur Kaffee anbieten und kalte Pizza vom Vortag und sie werden denken, dass wir total verwahrlosen, aber wir werden unser Leben lieben.
Wir entscheiden selbst, wann wir unser Studio aufmachen.
Das heißt morgens können wir lange rumgammeln und fernsehen.
Wir werden schwarze Gummihandschuhe für die Arbeit haben.
Und abends gehen wir in unseren Stammclub und treffen unsere Freunde,
wenn wir nicht gerade bei unseren Kerlen sind oder das Staffelfinale unserer Lieblingsserie gucken.
Ein Weihnachten werden wir nicht zu unseren Eltern fahren und alles wird schief gehen. Unser Weihnachtsbaum wird entweder total kahl oder aus Plastik sein.
Es wird irgendetwas merkwürdiges daran hängen.
Eine Socke vielleicht.
Oder Christbaumschmuck mit halb nackten Nikoläusinnen.
Einer wird sich erbarmen zu kochen, aber es wird total widerlich werden und am Ende bestellen wir doch wieder etwas. Und wir schenken uns gegenseitig selbstgestrickte Socken und Mützen.
Der Duschvorhang wird übrigens mit Flamingos bedruckt sein.
Und der winzige Balkon wird auf den schäbigen Innenhof gehen, von wo aus man in die anderen Wohnungen sehen kann.
Ich werde dann ein Buch schreiben.
Über unsere Weltreise, die ich nicht hier aufgeschrieben habe, weil es zu viel wäre.
Und über unser Leben.
Weil wir einfach Leben werden.
Geld stinkt.
Ich will keine Kinder.
In dieser Gesellschaft will ich meine Kinder nicht großziehen müssen.
Ich will spätestens mit vierzig sterben.
Ich will nicht alt sein.
wa-wa-wach nicht mehr auf
„Einsamkeit, Sehnen nach Nähe, Wunsch nach Zärtlichkeit.
Sie umarmt sich selbst.
Sie greift sich selbst, um sich nicht zu verlieren.
Sie hält sich fest und träumt, dass es jemand anderes ist.
Sie will nicht mehr allein sein, doch niemand ist bei ihr.
Niemand ist bei ihr.“
- mein Ethiklehrer
Eben habe ich Lee das letzte Mal gesehen.
Für zehn Monate.
Heute war der schlimmste Tag seit langem-
nicht nur wegen dem Abschied.
Elli muss es immer wieder tun.
Warum bewirft sie mich ständig mit Worten, die mich verletzten?
Dabei weiß sie doch, wie sehr ich mich hasse.
Und wie schnell ich das Gefühl habe nutzlos zu sein und überflüssig und einfach nicht gebraucht.
Und dann hat sie das schlimmste getan, was man mir antun kann.
Sie hat mit Finya geredet und dann kam auch noch Jin dazu und als ich fragte, worum es geht sahen sie sich alle so komisch an und dann fragt Jin Elli, ob ich auch davon wüsste und sie sagte nein und keiner wollte mir sagen, worum es geht und... nichts verletzt mich mehr.
Nichts verletzt mich mehr, als ausgeschlossen zu werden.
Das fünfte Rad am Wagen.
Weil ich nur ein halbes Rad bin.
Bin ich so schlecht?
So hassenswert?
Nie, wirklich nie, zeigt mir Elli, dass sie mich in irgendeiner Weise wertschätzt.
Ich bin halt einfach da,
immer.
Und sie weiß, dass ich zu feige bin, weil sie alle auf ihrer Seite hätte.
Ich will Lee zurück.
Ich will Lee. Jetzt.
Ich sie in den Arm nehmen und mein Gesicht in ihren Locken verstecken, damit keiner meine Tränen sieht.
Ich will mit ihr auf dem Boden liegen und rauchen und unsere zukünftige Wohnung in Berlin planen und unser Tattoo- und Piercingstudio.
Ich will mit ihr lachen, weil wir genau die selben Vorstellungen haben.
Und ich will endlich mal schwach sein können.
Wenn man zusammen schwach ist, ist man stark, oder?
you are /the smoke for my lung/ the nicotine for my veins/ the lighter to my breakfast-cigarette/
you are/ the flame/ to burn/ our enemies
Lee, du bist die beste Freundin der Welt.
Dienstag, 27. August 2013
Bye
Lee, Lee, Lee.
Bitte geh nicht.
Lass mich nicht allein.
Geh nicht.
Ohne dich bringt mich der Alltag um.
10 Monate lang.
Alle hassen mich.
Außer dir.
Ellie weiß es. Und sie ist trotzdem so verletzend zu mir.
Sie nutzt mich aus.
Beleidigt mich.
Aber ich habe nur sie,
wenn Lee weg ist.
Ich hasse mich.
So sehr,
dass mich eine verschwundene
Deutschmappe
aus dem Konzept bringt.
Ich hasse Ellie.
Weil sie denkt, sie kann
sich alles erlauben.
Ich hasse, dass Lee geht.
Ich hasse, dass meine Mutter
mich hasst.
Ich hasse, dass sie meinen Vater hasst.
Ich hasse, dass ich hier sein muss.
Ich hasse hier.
Jetzt.
Mich.
Bye.
Heute kein Sound.
Heute ist drückende Stille.
Montag, 26. August 2013
Sonntag, 25. August 2013
Isolation
Endlich hat sich wohl mein wahres Talent heraus kristallisiert.
Am besten bin ich im Enttäuschen.
Da bin ich unschlagbar.
Sound des Tages:
Montag, 19. August 2013
WASH.
Wasche mich rein
von all dem Hass.
Von dem Fett.
Von dem Schmutz der Welt.
Sitze mit nassem Haar und nur in Unterwäsche und einem riesigen Pulli auf
der Terrasse und rauche.
Bin allein.
Ganz allein.
Den Glauben in die Menschheit verloren,
vergessen, was ich hier soll.
Und ich fühle mich wie Wind.
Jemand sehr weises sagte mir mal, dass wir nur lernen müssen, dass Freiheit nicht existiert.
Wir schaffen Metaphern.
Wir denken, die Vögel sind frei.
Können fliegen wohin sie wollen.
Doch fliegen sie weg?
Nein.
Sie sind zu klein, würden lange Flüge nicht überleben.
Wir fangen sie ein.
Und wenn sie stark genug sind,
dann sind sie trotzdem auf ihren Reisen immer an einen Kreislauf gebunden.
Sie fliegen immer an den selben Ort und kehren an den selben zurück.
Der Wind pustet immer kontrolliert.
Immer in eine vorhergesehene Richtung.
Das Meer ist dazu verdammt immer an der selben Stelle zu bleiben.
Alles ist an einen bestimmten Kreislauf gebunden,
den es nicht verlassen kann.
Wo ist also eure gottverdammte Freiheit?
Ich scheiß auf Freiheit.
Solang das Gefühl stimmt
ist es gut.
Oh, go to sleep
Was ich mir ausmale in bunten Farben,
wird am Ende dann doch nur schwarz weiß und höchstens dunkelviolett.
Vielleicht sind meine Erwartungen an das Leben zu hoch.
Wenn ich sie runterschraube,
werde ich weniger enttäuscht.
Aber diese bunten Träume sind das Seil, das mich hält.
Kann ich es durchschneiden?
Wir tief würde ich fallen?
Ich traue mich nicht nachzusehen, wie weit der Boden entfernt ist.
Wer fängt mich auf?
Die, die mich lieben sind zu weit weg oder zu langsam.
Seht ihr?
Es geht mir so gut, dass ich mit aller Gewalt Gründe suche,
warum es mir schlecht geht.
Phantomschmerz.
Sound des Tages:
Sonntag, 18. August 2013
Do I Wanna Know?
Welche Farbe hat dein Herz?
Meins ist violett, wenn die Sonne untergeht.
Violett wie die Schwermut, die dann über den Bergen liegt
und den Himmel färbt.
Es ist weiß, wenn ich an dich denke.
Weiß und unbefleckt,
denn nur du kannst mich beschriften und das tust du nicht.
Es ist nachtblau, wenn die Sterne am Himmel stehen und ich
mit meinen Liebsten durch die Nacht ziehe
um zu leben.
Es ist flammend rot, wenn ich an all den Hasse denke,
den ihr für mich empfindet.
Es ist gelb wie Schwefel, wenn ich mir vorstelle, wie all das Gift durch mich hindurch fließt.
Und wenn ich rauche ist es durchsichtig
und bricht das Licht zu kleinen Regenbögen.
Ein rauchiges kleines Nichts in mir.
Ein Stück Freiheit.
Sound des Tages:
Samstag, 17. August 2013
Chaos
Ich finde alte Briefe,
die ich während meiner melancholischen Anfälle im
Matheunterricht an dich schrieb.
Ich finde Zeichnungen.
Klägliche Versuche deine Schönheit auf Papier festzuhalten.
Gedichte für dich, die du nie last.
Texte über Texte über Texte.
Eine Flut aus beschriebenem Papier
fließt aus Blöcken, Büchern, Heften.
Fotos, die ich für dich gemacht habe.
Geschichten, Metaphern.
Worte.
Worte.
Gefühle.
Ich weine schon wieder.
Ich finde auf Seite 77 von „Eine Wie Alaska“ meine alte Freundin.
Die erste Klinge,
der ich erlaubte meine Arme zu verschandeln.
Und ich tanz im Ascheregen.
Casper singt mir.
Ja, es ist als sänge er für mich.
Ich war nie willkommen.
Ich zerreiße das Papier.
Zerreiße die Worte.
Werfe sie hoch.
Tanze.
Tanze.
Weine.
Lache.
Wie eine Wahnsinnige tanze ich auf den Trümmern,
im Regen aus Erinnerungen.
Ich vermisse dich nicht.
Sound des Tages Nr.2:
Ich weiß. Das selbe wie gestern.
Aber ich liebe es einfach abgöttisch.
Sugar
Die Zigarette zittert.
Du lachst mich an.
Ich will dich küssen.
Doch du küsst keine Raucherinnen.
Außer Lee.
Die küsst du immer.
Ich will dich.
Ich bin ein schlechter Mensch.
Ich habe nie aufgehört dich zu wollen.
Ich habe dich verletzt.
Obwohl ich dich wollte.
Ich liebe dich.
Vielleicht.
Aber zwischen dir und Lee ist mehr.
Und da wird immer mehr sein.
Egal wie weit sie weg ist.
Ich bin zu wenig.
Oder zu anders.
Die Zigarette zittert.
Weil ich zittere.
Vor Angst.
Und vor Liebe.
Die Zigarette zittert.
Und du lachst mich an.
Sound des Tages:
Freitag, 16. August 2013
16 small steps to happiness
1. push yourself to get up before the rest of the world - start with 7am, then 6am, then 5:30am. go to the nearest hill with a big coat and a scarf and watch the sun rise.
2. push yourself to fall asleep earlier - start with 11pm, then 10pm, then 9pm. wake up in the morning feeling re-energized and comfortable.
3. erase processed food from your diet. start with no lollies, chips, biscuits, then erase pasta, rice, cereal, then bread. use the rule that if a child couldn’t identify what was in it, you don’t eat it.
4. get into the habit of cooking yourself a beautiful breakfast. fry tomatoes and mushrooms in real butter and garlic, fry an egg, slice up a fresh avocado and squirt way too much lemon on it. sit and eat it and do nothing else.
5. stretch. start by reaching for the sky as hard as you can, then trying to touch your toes. roll your head. stretch your fingers. stretch everything.
6. buy a 1L water bottle. start with pushing yourself to drink the whole thing in a day, then try drinking it twice.
7. buy a beautiful diary and a beautiful black pen. write down everything you do, including dinner dates, appointments, assignments, coffees, what you need to do that day. no detail is too small.
8. strip your bed of your sheets and empty your underwear draw into the washing machine. put a massive scoop of scented fabric softener in there and wash. make your bed in full.
9. organise your room. fold all your clothes (and bag what you don’t want), clean your mirror, your laptop, vacuum the floor. light a beautiful candle.
10. have a luxurious shower with your favourite music playing. wash your hair, scrub your body, brush your teeth. lather your whole body in moisturiser, get familiar with the part between your toes, your inner thighs, the back of your neck.
11. push yourself to go for a walk. take your headphones, go to the beach and walk. smile at strangers walking the other way and be surprised how many smile back. bring your dog and observe the dog’s behaviour. realise you can learn from your dog.
12. message old friends with personal jokes. reminisce. suggest a catch up soon, even if you don’t follow through. push yourself to follow through.
13. once in a month, take your best friends to a place you love at night to smoke, watch the stars, talk about your biggest fears, your biggest wishes, your biggest love.
14. think long and hard about what interests you. crime? sex? boarding school? long-forgotten romance etiquette? find a book about it and read it. there is a book about literally everything.
15. become the person you would ideally fall in love with. let cars merge into your lane when driving. pay double for parking tickets and leave a second one in the machine. stick your tongue out at babies. compliment people on their cute clothes. challenge yourself to not ridicule anyone for a whole day. then two. then a week. walk with a straight posture. look people in the eye. ask people about their story. talk to acquaintances so they become friends.
16. lie in the sunshine. daydream about the life you would lead if failure wasn’t a thing. open your eyes. take small steps to make it happen for you.
Feuerzeugliebe
Auch wenn es widerlich und perfide ist... es geht mir so gut, dass ich es schon fast vermisse.
Ich vermisse, dass es mir schlecht geht und das hasse ich.
Ich vermisse, dass mich die Schmerzen zu etwas gemacht haben.
Auch, wenn es nichts schönes war.
Ich vermisse, wie die Zahlen auf der Waage kleiner wurden und ich das Essen immer mehr hasste.
Ich vermisse das Kotzen. Es war wie ein tröstendes Ritual.
Ich vermisse die Kontrolle, die ich über alles hatte.
Weil ich nichts an mich heran gelassen habe.
Was ich nicht vermisse, ist das Schneiden.
Auch wenn es mich noch immer fasziniert.
Manchmal halte ich die Klinge noch zwischen den Fingern und frage mich,
wie tief damit unter meine Haut kommen würde, bevor ich aufgebe.
Aber dann lege ich sie weg und betrachte sie ehrfürchtig aus der Ferne.
Ich lasse sie nicht mehr ihre makaberen Muster auf meine Haut zeichnen.
Ich bin zu glücklich.
Mir fehlt die Motivation, die Inspiration etwas zu schaffen.
Kunst zu machen.
Ich kann nicht mehr zeichnen.
Nicht mehr schreiben.
Nur meine Träume werden immer unrealistischer und bunter.
Letztens hat mich jemand gefragt, ob ich aufhören will zu rauchen.
Ich habe ihn verständnislos angesehen.
Ich rauche immerhin erst seit einen halben Jahr.
Daraufhin hat er mir ein Feuerzeug geschenkt.
Und dann ist er verschwunden,
in der Menschenmenge.
Er war wunderschön.
Ich hoffe, ich sehe ihn eines Tages wieder.
Dann schenke ich ihm auch etwas.
Sound des Tages:
Donnerstag, 15. August 2013
Willst du
Willst du mit mir Drogen nehmen?
Dann wird es rote Rosen regnen.
Ich hab´s in einer Soap gesehen.
Willst du mit mir Drogen nehmen?
Komm wir geh´n zusammen den Bach runter.
Denn ein Wrack ist ein Ort an dem ein Schatz schlummert.
Sonntag, 11. August 2013
Lichternacht
Würd gern schreiben, was ich fühlte,
doch war so taub.
Konnte kaum reden,
meine Zunge nutzlos.
Lee´s Hand verflochten in meine.
Mit der anderen Hand hielt ich die Haare aus
ihrem Gesicht,
während sie ihren Magen auf der Straße entleerte.
„Wir sind jung!“, sagte sie immer wieder.
Und ich nickte.
Und mir wurde schlecht.
Ich wollte aufstehen und Lee mitnehmen.
Wir gingen.
Kamen zurück.
Wohin?
Wo ist Sunny?
Sie wollte auf uns aufpassen.
Eine Zigarette nach der anderen brannte zwischen meinen
Lippen ab.
Wir irrten durch die Stadt der Lichter und hörten das Feuerwerk, sahen es doch nicht.
Wir irrten durch die Nacht der Lichter,
sahen sie nur nicht.
Verschwommenes Polaroid.
Vorwürfe.
Tränen unter der Straßenlaterne.
Doch
ist noch alles
Donnerstag, 8. August 2013
Smaragd
Der Atem der See zerrte an meinen
Kleidern, an meinem Haar.
Er pustete die Gedanken aus meinem Kopf.
Die Gefühle.
Machte nicht nur meine Haut taub.
Das Vermissen, ausgelöscht.
Die Schuldgefühle, weg.
Sogar die Liebe.
Die jede meiner Zellen
erfüllte.
Eine angenehme Leere.
Die Göttin zu meinen Füßen.
Sie ist die einzige Metapher die mir bleibt.
Dienstag, 30. Juli 2013
Mehr sehen (Das Meer sehen)
Noch zwei mal schlafen.
Ich freue mich wie ein kleines Kind auf den Seewind.
Ich werde verrückt vor Sehnsucht.
Sound des Tages:
Freitag, 26. Juli 2013
Pause
Die Sterne baden wieder im Fluss.
Ihre Kleider haben sie als Nebelschwaden am Ufer liegen gelassen.
Lee´s Knie berührt meins.
Ich zittere.
Und so tut es mir die Zigarette gleich,
die ich zwischen meinen Fingern in die Luft halte,
wie die Freiheitsstatur ihre Fackel.
Lee und ich haben uns raus geschlichen.
Sitzen am Fluss und rauchen.
Ich weiß noch,
am Anfang meiner steilen Raucherkarriere,
als ich das Gefühl vom Rauch in der Kehle noch
faszinierend und irgendwie widerlich fand.
Jetzt ist es normal und ich empfange dieses Gefühl gern.
Es ist in diesen Momenten, wenn man einfach da sitzt und raucht
und alles ausblendet.
Man kann allein rauchen und dabei wundervoll in melancholischen Gedanken schwelgen,
raucht man zusammen,
ist es als wäre man abgekapselt vom Rest der Welt und
man fühlt sich stark und frei.
Lee sagt, dass ihr kalt ist.
Und wir gehen rein.
---------
Marny.
Ich vermisse dich.
Sound des Tages:
Mittwoch, 24. Juli 2013
Der Prozess
Hinter jedem Anfang passiert etwas,
vor jedem Ende passiert etwas.
Unser Leben ist wie der Herzschlag.
Geht es nicht auf und ab, ist man tot.
Der Prozess ist ewig.
Jeden Tag weiß ich, was ich werden will.
Aber jeden Tag ist es etwas anderes.
Heute will ich Schriftstellerin werden.
Den ganzen Tag Geschichten in meine Schreibmaschine hacken,
dabei starken Kaffee trinken und rauchen
und die Menschen auf der Straße durch mein Fenster beobachten.
Sie zu Geschichten machen.
Abends Whisky oder Rotwein trinken
und ab und zu mit Männern schlafen, auf meiner Matratze, die auf dem Boden
zwischen leeren Flaschen, deren Etiketten von einem ehemals alkoholischen Inhalt zeugen,
benutzten Tassen, krümeligen Tellern, Bücherstapeln, zerknülltem Papier
und überquellenden Aschenbechern.
Oder manchmal auch eingekuschelt in den Armen meiner besten Freundin dort einschlafen.
Meine alte abgeblätterte Blümchentapete wird vollgehangen
mit Postkarten, Zeichnungen und Gedichten sein.
Sound des Tages:
http://www.youtube.com/watch?v=dwGO-wwKSjg
Jeden Tag weiß ich, was ich werden will.
Aber jeden Tag ist es etwas anderes.
Heute will ich Schriftstellerin werden.
Den ganzen Tag Geschichten in meine Schreibmaschine hacken,
dabei starken Kaffee trinken und rauchen
und die Menschen auf der Straße durch mein Fenster beobachten.
Sie zu Geschichten machen.
Abends Whisky oder Rotwein trinken
und ab und zu mit Männern schlafen, auf meiner Matratze, die auf dem Boden
zwischen leeren Flaschen, deren Etiketten von einem ehemals alkoholischen Inhalt zeugen,
benutzten Tassen, krümeligen Tellern, Bücherstapeln, zerknülltem Papier
und überquellenden Aschenbechern.
Oder manchmal auch eingekuschelt in den Armen meiner besten Freundin dort einschlafen.
Meine alte abgeblätterte Blümchentapete wird vollgehangen
mit Postkarten, Zeichnungen und Gedichten sein.
Sound des Tages:
http://www.youtube.com/watch?v=dwGO-wwKSjg
Sonntag, 21. Juli 2013
Das Ende
Ende-Anfang.
Etwas endet und etwas beginnt.
Die Ferien begannen.
Der Zwang endete.
Die Freiheit beginnt, aber den Käfig musst du zurück lassen.
Manchmal hasse ich Veränderung dafür, dass sie mir Dinge nimmt,
die ich eigentlich nicht loslassen will,
aber loslassen muss, um das Wichtige, das Neue zuzulassen.
Der Sound des Tages:
Der Beginn
Um mich kurz vorzustellen:
ich heiße Lea, ich bin 15 Jahre alt,
lebe in Rheinland-Pfalz, fühle mich aber in meiner Heimatstadt Köln
und da, wo ich aufgewachsen bin, in der Nähe von Bonn, zuhause.
Ich liebe Skins, Zigaretten, Parties, meine Freunde, einen Großteil meiner Familie,
Bücher, Johnny Depp und ich möchte Schriftstellerin werden.
Manche kennen mich als Jades.
Manche als Magnolia.
Aber ich habe keinen Bock mehr auf diese Versteckspiele.
Diese Märchen, die ich selbst schreibe.
Metaphern kotzen mich an.
Ich bin nicht mehr so schön, wie einmal alle sagten.
Jades musste sterben.
Das hier ist meine kleine Welt.
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